Unsere nächste Veranstaltung: New Orleans Shakers am 08. September um 20..00 Uhr

Varieté Olymp
  

Freitag, 12. Oktober 2018, 20.00 Uhr
Hohenloher Figurentheater
Schauspiel mit großen Marionetten

Die Trauer hinter der Maske

 ... eine Liebesgeschichte ... ein Mord ... ein Krimi

Was geschieht, wenn man Theater mit Zirkus kreuzt? Die lose Folge artistischer Nummern aus der Arena auf die Theaterbühne holt? Man erhält das Varieté – jenen Ort, den schon bei bloßer Nennung eine wohlige Aura der Anrüchigkeit umweht.

Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Städte anwuchsen und das Bürgertum erstarkte, bedurfte es einer neuen Form urbanen Vergnügens, die allen – vom Adligen bis zur Prostituierten – zugängig war. Die einfache Erfolgsformel lautete: „Wein, Weib und Gesang“, und (weibliche) Gesellschaft. Wenige Jahrzehnte später ergänzten artistische und tänzerische Einlagen das Unterhaltungs­angebot und die Etablissements erhielten den Namen „Varieté“. Um 1860 war daraus schon eine eigenständige Kunstgattung geworden – noch immer allerdings mit zweifelhaften Leumund. Der künstlerische Anspruch des Varietés stieg zur Jahrhundertwende und erreichte seinen Höhepunkt im brodelnden Kochtopf der abgründigen guten Laune der „Goldenen Zwanziger“. Für das Jahr 1922 z.B. erfasste das Statistische Jahrbuch für Berlin 170 Varietés – manche davon mit über 1.000 Zuschauerplätzen!

Spätestens zu dieser Zeit hielten auch Varieté-Puppen auf den großen Bühnen Ein­zug. Trick-Puppen für unterhaltsame Zwischenspiele in längeren Marionetten- oder Handpuppenstücken gab es da schon mehrere hundert Jahre lang. Ihr besonderer Reiz bestand in der Fähigkeit, Kunststücke vollbringen zu können, die menschlichen Artisten verwehrt bleiben: die Körpergröße in alle Extreme verändern, in Einzelteile zerfallen und wieder auferstehen, der Schwerkraft ein Schnippchen schlagen.

Für Puppenbauer wie –spieler ist es eine Tüftelei, die gut gelernt sein will, die Artisten zum Leben zu erwecken. Die Puppenspieler des Hohenloher Figuren­theaters haben das Kunststück im Verbund mit den begnadeten Puppenbauern Barbara und Günter Weinhold vollbracht: In „Varieté Olymp“ nehmen sie uns mit original Trick-Marionetten mit ins ­zwielichte Milieu der Varietés:

20 Jahre sind seit den tragischen Ereignissen um Martha Lecoeuer, Star des Varietés Olymp, ihren wechselnden Liaisons und dem ­vermuteten Mord an ihrer Tochter vergangen. Heute stehen die Künstler von einst wieder gemeinsam auf der Bühne: der Clown, der Magier, die Sängerin – doch die Vergangenheit hat auf jedem ihre düsteren Spuren hinterlassen. Während die Zuschauer das Unterhaltungsprogramm genießen, spitzt sich die Lage hinter den Kulissen zu. 

Mutter Courage und ihre Kinder




Samstag, 13.10.2018, 20.00 Uhr
Burghofbühne Dinslaken
Drama von Bertolt Brecht - Musik von Paul Dessau – Live-Musik

"Ich lass mir den Krieg von euch nicht madig machen. Es heißt, er vertilgt die Schwachen, aber sie sind auch hin im Frieden. Nur, der Krieg nährt seine Leute besser.“

Mutter Courage will Kriegsgewinnlerin sein in einer Welt, in der das Recht des Stärkeren gilt und das Primat der Ökonomie Mitgefühl, Solidarität und Menschlichkeit verdrängt. Gemeinsam mit ihren Kindern zieht sie dem Krieg und seinen Truppen hinterher. Sie verkauft den Soldaten ohne Rücksicht auf Verluste und Moral alles, was diese vermeintlich brauchen, um zu siegen oder zumindest das eigene Leid zu betäuben und ein funktionierendes Rädchen im Räderwerk der Mächtigen zu bleiben. Doch am Ende kann auch Mutter Courage ihre ganz persönliche Schlacht nicht gewinnen. Sie verliert ihre Kinder Kattrin, Eilif und Schweizerkas und alles, was sie hat, durch einen Krieg, den sie selbst befördert hat.

Mit seiner Mutter Courage hat Brecht eine der prägnantesten Theaterfiguren erschaffen - voller Überlebenswillen, Humor und Kraft. Für seine Inszenierung 1949 am Deutschen Theater in Berlin ließ er den Musiker Paul Dessau eine neue Komposition der Songs erarbeiten, die seither Teil des Werks ist. Brechts Analyse des Krieges als „eine Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln“ ist auch 400 Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg erschreckend aktuell und ebenso drängend wie seine unbedingte Hoffnung, „dass für die Bekämpfung des Krieges kein Opfer zu groß ist.“

Die Abenteuer von Pettersson und Findus

 

Sonntag, 14.10.2018, 15.00 Uhr
Burghofbühne Dinslaken
Ein Familienstück von Sven Nordqvist; Für große und kleine Kinder ab 4 Jahren

 „Einer für alle und niemals allein!“

Ein bisschen verrückt finden die Dorfbewohner den alten Pettersson schon, der auf seinem Hof lebt und mit den Tieren spricht, allen voran mit seinem Kater Findus. Sie ahnen aber nicht, dass es sich bei Findus um keinen gewöhnlichen Kater handelt, sondern um einen frechen Abenteurer und naseweisen Schelm. Am liebsten hat es Findus, wenn sich alles um ihn dreht, deshalb hat er auch mindestens dreimal im Jahr Geburtstag. Heute zum Beispiel. Deswegen ist es seiner Laune auch eher abträglich, dass ihm Hahn Caruso mit seinem Gekrähe die Show stiehlt. Um ihn los zu werden, wird er erfinderisch. Das ist auch nötig, denn auch beim Fleischbällchenpflanzen, Riesenhechtangeln oder beim Stierkampf sind clevere Ideen und viel Geschick gefragt. Nur gut, dass sich Findus immer auf den liebevollen Pettersson verlassen kann.

„Die Abenteuer von Pettersson und Findus“ verbindet die schönsten Geschichten der bekannten und ungleichen Freunde miteinander und erzählt von ihrem witzigen, manchmal gefährlichen, aber immer aufregenden Leben auf Petterssons Hof, auf dem sich am Ende des Tages alle einig sind:
 „Wir finden‘s schön hier zusammen zu sein. Einer für alle und niemals allein!“

 

Maria, ihm schmeckt´s nicht

  

Freitag, 19.10.2018, 20.00 Uhr
Westfälisches Landestheater Detmold
Komödie

Da sind sie, Jan und Sara, bei Saras Eltern in Krefeld, um ihnen mitzuteilen, dass sie heiraten wollen. Während für Sara die Sache ganz einfach ist, findet sich Jan mit einem Blumenstrauß in der Hand im Wohnzimmer wieder, bei Antonio – Saras Vater, Italiener! Der Pistazien knackt und ihn nicht beachtet. Doch die Nachricht schlägt ein und nach den ersten sorgenvollen Gedanken („Den da? Ursula, das Kind will uns verlassen.“) bremst nichts mehr Antonios Freude, einen neuen Sohn zu haben. Es wird gefeiert, der neue Schwiegersohn wird der Nachbarschaft präsentiert, mit allen Freunden (das sind viele) muss angestoßen werden, nachts kontrolliert der angehende Schwiegervater im Schlafzimmer des Paares, ob die „Kombination von warmer Temperatur und frischer Luft“ stimmt, und am nächsten Tag beim Spaziergang durch die Reihenhaussiedlung (in der noch mehr Freunde wohnen …) werden Jan die grundlegenden Wahrheiten des Lebens verkündet (z. B. dass es nur zwei Gegenden in Europa gibt, in denen ordentlich, d.h. in absoluter Weltklasse Fußball gespielt wird: In ganz Italien und in Krefeld).
Bald nach der Hochzeit geht es gemeinsam nach Italien, um Jan richtig in die Familie einzuführen. Probleme werden erfolgreich und sehr dynamisch gelöst, Sprachschwierigkeiten durch Leidenschaft überwunden, Fragen über die angemessene Essensration werden endgültig geklärt („Nimm noch von dem Schinken! Er schmeckt Dir nicht? Maria, ihm schmeckt’s nicht! Doch natürlich! Na also, auch noch bistecca?“) und historische Feindschaften mit dem verfemten Familienzweig gepflegt.

Wir erleben einen liebevollen Einblick in das Leben einer italienisch-deutschen Familie, die Sorgen und Freuden des Alltags, die prägenden Erfahrungen der ersten Jahre in der verheißungsvollen Fremde, die Erfolge und Misserfolge eines Lebens als »Gastarbeiter«. Im Mittelpunkt steht der Patrone – Antonio – ein Mensch, dessen positive Haltung zum Leben ihn zu einem Charakter macht, dessen Energie seine gesamte Umgebung prägt und inspiriert.
Jan Weiler, in Meerbusch geboren, arbeitete nach seinem Studium an der Journalistenschule in München mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung. Von 2000 bis 2005 war er Co-Chefredakteur des SZ-Magazins. Er schreibt regelmäßig Kolumnen für den „Stern“ und die „Welt am Sonntag“. Im Jahr 2003 veröffentlichte er sein Erfolgsbuch „Maria, ihm schmeckt’s nicht“, in dem er fiktional über das Leben seines Schwiegervaters und seiner italienischen Familie erzählt. Mittlerweile ist das Buch in der 49. Auflage erschienen, 2009 kam die Verfilmung mit Christian Ulmen in die Kinos.

Campingplatz Sardella

 

Samstag, 20. Oktober, 20.00 Uhr
Freie Bühne Neuwied
Komödie mit Live-Musik

Für viele ist Camping die ganz große Leidenschaft und es kommt keine andere Art von Urlaub in Frage. Selbstverständlich wird jedes Jahr der selbe Campinglatz an der Adria angesteuert. Und wie könnte es anders sein, der Platz ist fest in deutscher Hand. Geführt wird der Campinglatz von Gianluca Spirelli, der früher einmal der Platzwart im berühmten Fußballstadion von Mailand war und irgendwie noch immer denkt, er würde genau dort arbeiten. Doch die Urlauber, zumindest die meisten, haben sich an seine Art gewöhnt und kommen auch gerade wegen Gianluca jedes Jahr wieder auf diesen Platz. So kommt das nette Ehepaar Beutlin aus Berlin schon seit fast 15 Jahren immer wieder in den Sommermonaten. Doch auch neue Gäste mischen sich unter die illustre Schar von Campern wie etwa Bärbel, die Hippi-Braut die hofft, hier ihre innere Ruhe und die ultimative spirituelle Energie zu finden. Alles scheint wie immer zu sein und alle Gäste fühlen sich wohl. Doch Gianluca quälen Sorgen, denn der neureiche Amerikaner Bernd Baiser will den Campingplatz kaufen, um genau dort eine Sardellenfabrik aufzubauen. Gemeinsam sucht man nach einer Lösung, denn so leicht lassen sich die Gäste und auch Gianluca ihr geliebtes Plätzchen an der Adria nicht nehmen.

 Eine turbulente Geschichte entspinnt sich, die gespickt ist mit den unterschiedlichsten Liedern!

 Gespielt wird das Stück, welches wieder aus der Feder von Boris Weber stammt, Tammy Sperlich, Boris Weber und am Klavier Holger Kappus.